Neubau einer Kindertagesstätte

 

Standort

Der Bestandsbau der Kindertagesstätte setzt sich aus 2 Gebäuderiegeln zusammen, die längs zur Erich-Weinert-Straße stehen. Der straßenseitige Baukörper ist 2-geschossig und wurde 2018/19 modernisiert. Der hofseitige Riegel ist eingeschossig und soll aufgrund des desolaten Bauzustands abgebrochen werden. Für die Kinder-Krippe, die dort untergebracht ist, muss ein Neubau errichtet werden.

 

Städtebauliche Situation

Die Kindertagesstätte ist Bestandteil einer offenen Blockrandbebauung mit großzügigem Innenhof. Die umgebende Wohnbebauung besteht aus fünfgeschossigen Flachdachbauten, und 3-4geschossigen Zeilenbauten mit Satteldächern. Hinter dem Grundstück der Kita befindet sich ein 11-geschossiges Wohnhochhaus. Insgesamt ist das direkte städtebauliche Umfeld der Kita von gleichartigen Gebäuden mit geringem Gestaltungsanspruch geprägt. Die Ausrichtung der Baustruktur  ist nicht einheitlich und wechselt von straßenbegleitender zu querverlaufender Orientierung der Baukörper.

 

Gebäudegestaltung

Der eingeschossige Altbau der Krippe muss während der Bauarbeiten für den Ersatzneubau weiterhin in Nutzung bleiben, damit keine Unterbrechung der Betreuung der Krippenkinder erfolgt. Insofern bietet sich als Standort der freie westliche Bereich des Grundstücks an. Der Neubau fügt sich hier in den umgebenden Baumbestand ein. Es ist eine eingeschossige Bauweise vorgesehen, um die Wege ebenerdig zu gestalten und integrative Aspekte besser berücksichtigen zu können. Zur Gliederung des Baukörpers wird die Grundrissstruktur mit Aufteilung in 2 Gruppenbereiche in der Gebäudeform nach außen sichtbar gemacht. Die Fassaden- und Dachgestaltung hebt sich bewusst von der Umgebung ab, um eine Vielfalt in der Raumerfahrung zu bieten. Die Innenräume werden bis zu den Dachschrägen hoch geführt. Trotz der aus wirtschaftlichen Gründen gewählten geringen Raumhöhe im Traufbereich ergibt sich aufgrund der ansteigenden Decken ein großzügiges Raumgefühl. Der „Regenbogen“ aus der Namensgebung der Kita soll sich in Form von Fassadenpaneelen und im Innenraum farblich wiederfinden.

Die Erweiterung wird in 2 Bauabschnitten mit folgendem Ablauf konzipiert: Neubau 1. BA – Umzug von 2 Gruppen – Abbruch Altbau – Neubau 2. BA – Einzug von 2 weiteren Gruppen

 

Erschließung

Als Zugang zur neuen Krippe wird die vorhandene Zuwegung neben dem Bestandsgebäude genutzt. Die PkW-Zufahrt erfolgt über die Erich-Weinert-Straße.

 

Technische Erschließung

 

Der Neubau wird weitgehend an die vorhandene Medienversorgung angeschlossen. Es ist ein Fernwärmeanschluss vorhanden.